2018 Château d’Yquem – Fülle, die dennoch leicht wirkt
Ein Glas Château d’Yquem verlangt keine Eile. Zunächst besticht er durch seine goldene Farbe, dann entfalten sich die Aromen Schicht für Schicht. Die Süße ist unverkennbar, doch ein großer Sauternes wird niemals allein vom Zucker getragen. Gerade die Frische verleiht dem Ganzen Länge und Raffinesse.
Der Charakter des Jahrgangs
Der Jahrgang 2018 zeigt eine reifere, üppige Seite dieses Stils. Das macht den Kontrast zwischen reichhaltiger Frucht und frischer Säure besonders interessant. Im Glas lassen sich Noten von Honig, reifen Aprikosen, Ananas, Safran und kandierten Zitrusfrüchten wahrnehmen. Es sind Aromen, die diesen Stil charakterisieren, doch die genaue Ausprägung hängt auch davon ab, wann man die Flasche öffnet.
Was d’Yquem so besonders macht
Château d’Yquem ist der einzige Sauternes, der in der Klassifizierung von 1855 den Rang „Premier Cru Supérieur“ einnimmt. Die Trauben werden in mehreren Durchgängen selektiert, sobald die Edelfäule die gewünschte Konzentration erreicht hat. Das erfordert Geduld und erklärt, warum das Weingut so eng mit Präzision und Selektion verbunden ist.
Ein Wein für einen besonderen Moment
Dieser Sauternes sollte zunächst ohne Speisen verkostet werden. Danach passt er hervorragend zu Blauschimmelkäse, feinem Gebäck oder einem Gericht, bei dem sich Süßes und Herzhaftes verbinden. Servieren Sie ihn leicht gekühlt und geben Sie den Aromen Zeit, sich im Glas zu entfalten.
Auch nach jahrelanger Flaschenreifung kann ein großer Sauternes noch neue Nuancen entwickeln. Die Kombination aus Konzentration und frischer Säure verleiht diesem Stil seinen besonderen Platz unter den großen Süßweinen.
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